Donnerwetter Tischkickerturnier

Bereits seit Wochen waren die Spieler gespannt darauf, wie der diesjährige Kicker-Cup verlaufen würde, schließlich hatte sich dieser zu einem prestigeträchtigen Duell entwickelt. Viele nahmen es mit Erleichterung auf, dass auch in diesem Jahr der Turnier Tischkicker derselbe war, und somit keine Umstellung der Spielweise erforderlich war. Wer aber bereits beim Kicker-Cup oder bei einem anderen Turnier mitgespielt hat, der wird in diesem Rahmen schnell feststellen, dass es sich um sehr viel mehr dreht, als nur um ein bloßes Turnier. Bereits zu Beginn ist die Stimmung gut, wobei eine gewisse Spannung zu spüren ist, die aber zu einem solchen Turnier ohne Frage mit dazugehört. Nicht jeder der Spieler ist dabei direkt auf den Turniersieg aus, manche betreiben das Spiel einfach deshalb, weil sie sich von den absoluten Favoriten den einen oder anderen Spielzug abschauen, oder aber einfach eine schöne Zeit haben wollen. Für persönliche Gespräche unter Kollegen ist dann entweder vor dem offiziellen Anstoß, oder auch während der Spiele etwas Zeit.

Der Verlauf der Vorrunde:

Nun rückte die Zeit des Anstoßes immer näher, und noch einmal wurde von offizieller Seite auf die Regeln des Turniers hingewiesen. Im Wesentlichen unterschieden sich diese natürlich nicht von denen der Verbände, sodass sie den meisten Spielern ohnehin bereits geläufig waren. In der Vorrunde kristallisierte sich dann sehr schnell heraus, wer zu den Favoriten zählte. Die Partien waren oftmals noch etwas holprig und unausgeglichen, so mancher Spieler schien seine Konzentration noch nicht gefunden zu haben. Alle Favoriten konnte ihre Rolle absolut bestätigen, und fuhren oftmals schnelle Siege ein. Je näher aber die entscheidenden K.O.-Spiele rückten, desto klarer wurde das Prestige, dass vom Gewinn des Turniers doch ausgeht. Inzwischen konnten gerade die Favoriten nahezu alle Überraschungen verhindern, und standen somit zurecht im Viertelfinale. Dem war dann aber noch nicht genug, denn mehr und mehr Zuschauer kamen nun herbei, um die wichtigen Partien zu verfolgen. Längst ließ sich keiner der Spieler mehr von einem Getränk von seiner Partie ablenken, der Fokus war voll und ganz auf den Tisch selbst gerichtet. Nun stellte sich auch immer mehr das so typische Spiel ein, in dem sehr lange antizipiert wird, in welche Richtung der Gegner seine Puppen nun verschieben würde. Doch gerade diese kleine Pausen waren es, die der Partie noch mehr Spannung verliehen, da es sich oft bereits um eine Art Vorentscheidung handelte.

Halbfinale und Finale:

Die Stunde war nun bereits vorgerückt, und das Halbfinale stand ins Haus. Die vier qualifizierten Teams freuten sich bereits jetzt, dass sie sich gegen die immer stärkende Konkurrenz durchsetzen konnten. Mit dabei waren auch Spieler aus dem professionellen Bereich, die dem deutschen Verband nicht mehr unbekannt waren. Lediglich eine kleine Überraschung gab es, als sich einer der Außenseiter bis in diese Runde mogeln konnte. Die Halbfinals wurden nun nicht mehr parallel, sondern nacheinander ausgespielt. Dies hatte schlicht und ergreifend den Vorteil, dass den einzelnen Spielen so noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden konnte. Auch hier konnten die Profis ihre Ansprüche auf das Finale untermauern, und gewannen souverän nach der abgelaufenen Spielzeit von insgesamt sechs Minuten mit 6:1 und 5:0. Auch daran wurde deutlich, dass sich nun alles auf ein Finale auf Augenhöhe zuspitzen würde, bei dem es ungewiss war, wer am Ende als der Sieger vom Platz ging. Wie es in einem Finale üblich ist, tasteten sich beide Teams erst einmal ab, und versuchten, dem Gegner keine Räume zu bieten. Dennoch war es alles andere als eine langweilige Begegnung, die die Zuschauer hier zu sehen bekamen. Am Ende waren es vor allem kleinere individuelle Aussetzer, die für die Entscheidung in der Begegnung sorgten. Das Finale endete 3:1, und der neue Titelträger war gefunden. Positiv herauszuheben war in diesem Rahmen auch, dass es die Verlierer schnell schafften, das Spiel abzuhaken. Beim Ausklang des Turniers war die Stimmung daher noch unbeschwerter wie zuvor, und die vergangenen Stunden lieferten allen Beteiligten jede Menge Gesprächsstoffs.